
Dänischer Krimijournalist dokumentiert die Geschichte des berüchtigten Drogenhandels auf Christiania
Der Krimijournalist Carsten Norton veröffentlicht am 26. September sein dokumentarisches Werk 'Pusher Street – en fortælling', das fünf Jahrzehnte der Haschisch-Handelsgeschichte im Kopenhagener Freistaat Christiania aufarbeitet. Das Buch zeigt die Entwicklung vom idealistischen Sozialexperiment über die Rockerkriege bis zur professionellen Kriminalität und endgültigen Schließung.
Quick Facts
Der dänische Krimijournalist Carsten Norton veröffentlicht am 26. September 2024 sein dokumentarisches Werk 'Pusher Street – en fortælling', das die Geschichte einer der berüchtigsten Straßen Kopenhagens erzählt. Das Buch dokumentiert fünf Jahrzehnte des Drogenhandel auf der Pusher Street im Freistaat Christiania.
Nortons dokumentarische Erzählung spannt einen Bogen von den 1970er Jahren, als Christiania als soziales Experiment entstand, bis zur Schließung der Straße im Jahr 2024. Die Reise durch die Geschichte der Pusher Street enthüllt, wie sich das Gebiet von einem idealistischen Projekt zu einem der am strengsten kontrollierten Handelsplätze für Haschisch weltweit entwickelte – und schließlich vollständig geschlossen wurde.
Vom Experiment zur Professionalisierung
Das Buch zeichnet die Entwicklung durch mehrere deutlich abgegrenzte Phasen nach. In den 1980er Jahren war der Handel von Gewalt und Territorialkonflikten zwischen Rockerbanden geprägt. In den 1990er Jahren erlebte das Gebiet eine zunehmende Professionalisierung der Kriminalität, bei der der Handel organisierter und strukturierter wurde.
Ein zentrales Narrativ im Buch ist der dramatische Verlauf im Mai 1989, als Frauen aus Christiania den Haupteingang des Gebiets blockierten und die Haschisch-Händler zwangen, nur noch innerhalb eines abgegrenzten Straßenabschnitts zu operieren, der mit gelben Linien markiert wurde. Dieser Moment erwies sich als entscheidend für die spätere Entwicklung des Gebiets.


