
Rex Heuermann gesteht acht Morde auf Long Island
Architekt aus Massapequa bekennt sich zu Mordserie zwischen 1993 und 2010
Quick Facts
Der 62-jährige Architekt Rex Heuermann aus Massapequa auf Long Island gestand am 8. April 2026, über einen Zeitraum von etwa 17 Jahren insgesamt acht Frauen ermordet zu haben. Heuermann wurde im Juli 2023 festgenommen, nachdem umfangreiche Ermittlungen zu den am Gilgo Beach auf Long Island entdeckten Leichen durchgeführt worden waren. Die ersten Opfer wurden 2010 gefunden. Der Täter akzeptierte mehrere lebenslange Haftstrafen ohne Möglichkeit auf Bewährung.
Die Opfer
Sieben von Heuermanns Opfern konnten identifiziert werden: Melissa Barthelemy (24), Megan Waterman (22), Amber Costello (27), Maureen Brainard-Barnes (25), Jessica Taylor (20), Valerie Mack (24) und Sandra Costilla (28). Das achte Opfer, Karen Vergata (34), verschwand bereits 1996, ihre sterblichen Überreste wurden jedoch erst 2023 identifiziert. Die meisten der Frauen arbeiteten als Escorts und waren über Onlineplattformen kontaktiert worden, was zu Verbindungen zum Craigslist Ripper führte.
Die Ermittlungen
DNA-Analysen und die Auswertung von Mobilfunkdaten spielten eine entscheidende Rolle dabei, Heuermann mit den Morden in Verbindung zu bringen. Durch technische Beweismittel konnte die Polizei seine Verbindung zu mehreren Opfern und deren letzten Bewegungen vor ihrem Verschwinden nachweisen. Die Ermittler arbeiteten jahrelang daran, die Identität des Serienmörder zu ermitteln, der die Region Long Island terrorisiert hatte.
Besonders aufschlussreich war die forensische Analyse von DNA-Spuren, die an den Fundorten der Leichen gesichert wurden. Zudem konnten Ermittler durch die Rekonstruktion von Handybewegungsdaten Heuermann an den Tatorten platzieren.
Heuermanns Aussagen
Nach Angaben aus den Ermittlungsakten gab Heuermann an, seine Mordserie im September 2010 beendet zu haben. Dieser Zeitpunkt fällt zusammen mit dem Beginn der intensiven Ermittlungen zu den Gilgo Beach-Morden, nachdem die ersten Leichen entdeckt worden waren. Die Staatsanwaltschaft enthüllte später Details über ein mehrtägiges Mordritual, dem Heuermann folgte.
Die Ermittler vermuten, dass die zunehmende mediale Aufmerksamkeit und die verstärkten polizeilichen Aktivitäten in der Region den Täter davon abhielten, weitere Morde zu begehen.
Der Gerichtsprozess
Die Urteilsverkündung gegen Heuermann war für den 17. Juni 2026 angesetzt. Durch die Annahme der mehrfachen lebenslangen Haftstrafen vermied er einen langwierigen Prozess, der möglicherweise weitere belastende Details ans Licht gebracht hätte. Die Angehörigen der Opfer erhielten durch das Geständnis zumindest Gewissheit über das Schicksal ihrer Liebsten.
Der Fall erregte international großes Aufsehen, da Heuermann jahrzehntelang ein unauffälliges Leben als Architekt in einer Vorstadtgemeinde geführt hatte, während er parallel seine Verbrechen beging. Seine Ehefrau und Kinder gaben an, nichts von seinen Taten gewusst zu haben, wobei die Staatsanwaltschaft später andeutete, dass zumindest seine Ehefrau möglicherweise mehr gewusst haben könnte, als sie zunächst zugab.


