
Polizei warnt: Hochentwickelte Betrugsmasche trifft Dänen
Kriminelle nutzen KI-generierte Bilder und gefälschte Bank-Portale
Quick Facts
Dänische Behörden haben eine gemeinsame Warnung vor einer neuen und umfassenden Betrugskampagne herausgegeben, die dänische Bürger mit mehreren hochentwickelten Methoden ins Visier nimmt.
Der Betrug beginnt typischerweise mit automatisierten Telefonanrufen, bei denen Kriminelle gefälschte dänische Telefonnummern (+45) mit Roboterstimmen oder ausländischen Akzenten verwenden. Die Anrufe geben vor, von der Polizei zu stammen und angeblich um Kriminalfälle zu gehen. Bei diesen Anrufen versuchen die Betrüger, Dänen dazu zu bringen, ihre Personnummer (CPR-Nummer), Bankdaten oder MitID-Login-Codes preiszugeben.
Die Masche erinnert an ähnliche Phishing-Attacken, die in den vergangenen Jahren auch in Deutschland und Österreich für Aufsehen sorgten.
Nummern werden an kriminelle Netzwerke verkauft
Ein weiterer Teil der Strategie besteht aus sogenannten stillen Anrufen – Anrufe ohne Ton am anderen Ende. Diese werden verwendet, um zu verifizieren, welche Telefonnummern aktiv sind. Die bestätigten Nummern werden anschließend an kriminelle Netzwerke verkauft, die sie für gezielte Angriffe nutzen.
Die Kriminellen setzen auch Phishing-Angriffe ein, bei denen sie sich als Banken oder MitID-Support ausgeben. Sie verwenden manipulierte Telefonnummern und versenden Links zu gefälschten Portalen, die so gestaltet sind, dass sie authentischen Bank- und MitID-Seiten täuschend ähnlich sehen. Wenn Opfer diese gefälschten Portale besuchen, werden sie oft dazu überredet, Remote-Access-Tools unter dem Vorwand einer "Hilfe zur Bildschirmfreigabe" zu installieren.


