Detlev Rohwedder — RAF-Mord Düsseldorf 1991
Der Treuhand-Chef wurde von Terroristen erschossen

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Quick Facts
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Wer war Detlev Karsten Rohwedder?
Detlev Karsten Rohwedder war eine herausragende deutsche Wirtschafts- und Politikfigur. 1931 geboren, machte er sich einen Namen als pragmatischer Unternehmer mit Expertise in Restrukturierung und Finanzsanierung. Seine Karriere erreichte ihren Höhepunkt, als er 1990 zum Vorstandsvorsitzenden der Treuhandanstalt ernannt wurde – jener ostdeutschen Staatsholding, die nach dem Mauerfall die kollabierte DDR-Industrie privatisieren und rationalisieren sollte.
Rohwedders Rolle war extrem umstritten. Als Treuhand-Chef verantwortete er die Schließung tausender ostdeutscher Betriebe, was zu Massenarbeitslosigkeit und sozialen Unruhen im frisch wiedervereinigten Deutschland führte. Seine Politik machte ihn zum Symbol westdeutscher kapitalistischer Dominanz über den Osten – und zur Zielscheibe militanter Gruppen.
Die Rote Armee Fraktion — Deutschlands tödlichste Terrororganisation
Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksextreme Terrorgruppe, die 1970 gegründet wurde. Anfang der 1990er-Jahre war die Organisation nach jahrzehntelangem Polizeidruck geschwächt, doch eine Handvoll hartgesottener Kader setzte sporadische Anschläge fort. Die RAF hatte zuvor Manager, Richter und Polizisten hingerichtet. 1989/90 beendete die Gruppe ihren Rückzug und belebte ihre Anschlagskampagne wieder.
Rohwedder wurde als klassisches RAF-Ziel eingestuft: Repräsentant des Staatskapitalismus und deutscher Expansion.


