
Wirecard — Die Milliardenlüge: McCrums Enthüllung
Das Buch eines Financial-Times-Reporters, der einen der größten Betrugsfälle aufdeckte
Quick Facts
Wirecard — Die Milliardenlüge: McCrums Enthüllung
Dan McCrum, Investigativreporter der Financial Times, deckt in seinem Buch „Wirecard — Die Milliardenlüge" auf, wie ein deutsches Zahlungsunternehmen Behörden, Investoren und die Öffentlichkeit über Jahre hinweg systematisch täuschte — während er selbst zur Zielscheibe einer Kampagne wurde, die seine journalistische Arbeit zu diskreditieren versuchte.
Das Buch, dessen englische Originalfassung unter dem Titel „Bad Blood: The Final Secret of Wirecard" erschien, erzählt die Geschichte einer der größten Wirtschaftsbetrügereien des 21. Jahrhunderts aus der Perspektive desjenigen Journalisten, der als einer der ersten erkannte, dass bei der Wirecard AG in Aschheim bei München etwas grundlegend nicht stimmte. McCrum begann bereits ab 2015 mit seinen Recherchen — Jahre bevor die Insolvenzanmeldung im Juni 2020 den Betrug endgültig offenbarte.
Die Anfänge einer unbequemen Recherche
Die Geschichte beginnt mit klassischen journalistischen Fragen: Warum waren die Geschäftszahlen von Wirecard so konsistent beeindruckend? Wo genau liefen die Transaktionen ab, die das Unternehmen zu einem Schwergewicht der Zahlungsbranche machen sollten? McCrum verfolgte diese Fragen mit der Hartnäckigkeit eines Reporters, der weiß, dass etwas nicht stimmt, aber zunächst keine handfesten Beweise hat.
Das Unternehmen von Gründern Jan Marsalek und Markus Braun präsentierte sich als innovativer Zahlungsdienstleister mit glänzender Zukunft. Investoren strömten Milliarden hinein. Die deutsche Finanzaufsicht schien überzeugt. Doch McCrum fand etwas, das andere übersehen hatten oder nicht sehen wollten: Widersprüche in den berichteten Geschäftsvolumina, Fragen zu Partnerunternehmen, die nicht nachvollziehbar waren, und ein Geschäftsmodell, das bei näherem Hinsehen nicht aufging.


