
Betrug kostet Großbritannien Milliarden pro Jahr
2,09 Millionen Betrugsfälle im ersten Halbjahr 2025
Quick Facts
Betrugskriminalität explodiert in Großbritannien
Großbritannien kämpft mit einem explosiven Anstieg der Betrugskriminalität. Im ersten Halbjahr 2025 wurden 2,09 Millionen bestätigte Betrugsfälle registriert – eine Steigerung von 17 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Die Gesamtverluste durch Betrug erreichten 629,3 Millionen Pfund, was einem Anstieg von drei Prozent entspricht.
Betrug ist mittlerweile zur häufigsten Kriminalitätsform in Großbritannien geworden und macht über 40 Prozent aller registrierten Straftaten in England und Wales aus. Der Grund für diese Entwicklung liegt auf der Hand: Betrugskriminalität ist extrem profitabel und in einer digitalisierten Welt verhältnismäßig einfach zu begehen.
Cyberbetrug dominiert das Geschehen
Rund 67 Prozent aller gemeldeten Betrugsfälle in Großbritannien sind cyber-aktiviert – also mit dem Internet oder digitalen Systemen verbunden. Dieser Trend zeigt sich besonders beim sogenannten APP-Betrug (Authorized Push Payment), bei dem Opfer manipuliert werden, Geld direkt auf Konten von Kriminellen zu überweisen.
APP-Betrug hat sich zum größten Problem innerhalb der Betrugskriminalität entwickelt. Im ersten Halbjahr 2025 erreichte diese Form des Betrugs ein Volumen von 257,5 Millionen Pfund, was 41 Prozent aller Betrugsverluste ausmacht – eine Steigerung von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.


